Viola Profonda

Biografien

Der Erfinder

Gerardo Yañez

Gerardo Yañez, geboren 1952 in La Paz-Bolivien, erhielt seine musikalische Grundausbildung im nationalen Konservatorium von La Paz-Bolivien bei den Meistern Teófilo Molina und Gustavo Navarre.

Nach seinem Abitur vollendete er das Kompositionsstudium an der Hochschule der Künste Berlin. Dort besuchte er Seminare von u.a. Prof. Witold Szalonek, Prof. Michael Beyer, Dr. Heinrich Poos, Dieter Schnebel, nahm an zahlreichen Kursen für Orchesterdirektion bei u.a. dem Meister Sergiu Celibidache und an Kursen für Chorleitung bei den Meistern Prof. Peter Schwarz und Prof. Christian Grube teil. Es folgten Seminare für Musiktherapie an der Rudolf Steiner Schule-Berlin und Kurse für Instrumentenbau bei der Fabrik Körber.

Herr Yañez leitete das Bolivianische Sinfonieorchester und verknüpfte in diesem Rahmen das Spiel klassischer europäischer Orchesterinstrumente mit dem andiner Instrumente.
Er ist Ehrenmitglied und Mitbegründer des Verbands Bolivianischer Komponisten und Künstler (SOBODAYCOM), sowie Gründer und Direktor der Musikgruppen „Chacaltaya“, “Magico Sur”, des Konservatoriums “Centro Cultural Los Andes” in La Paz-Bolivien, sowie des seit 1995 bestehenden „Anden Philharmonie Orchesters“.

Die Bandbreite seiner Kompositionen reicht von telurischer Andenmusik über klassische Orchestermusik, populäre Musik, zeitgenössische Chormusik bis hin zur Meditations- und Musiktheraphiemusik. Als Interpret und Komponist kann er auf die Produktion zahlreicher Tonträger in verschiedenen Musikrichtungen zurückblicken.

Die Chromatisierung diverser andiner Wind- und Saiteninstrumente und Flöten (Quenas, Zampoñas, Tarkas und Moceños) sind auf ihn zurück zu führen.

Herr Yañez entwickelte und patentierte die Musikinstrumente „Piano Natura“, die “Chromatische Zampoña”, den „Sonko Charango“ und nun die „Viola Profonda“.

Seit 2002 lebt Herr Yañez wieder in Berlin, wobei er stets aufgrund zahlreicher musikalischer Projekte zwischen Bolivien und Deutschland pendelt. Im November 2009 wurde seine Kantate für Chor, Orchester und Sopran „Jesu“ in Berlin uraufgeführt und im Dezember 2009 präsentierte er mit seiner Gruppe „Chacaltaya“ an der Seite des „Berliner Cappella“-Chors die „Misa Criolla“ im Kammermusiksaal der Philharmonie-Berlin.

Der Solist

Juan Manuel Gonzalez Hernandez

Juan Manuel González Hernandez wurde 1978 in Cumaná (Venezuela) geboren.
Er begann seine musikalische Ausbildung im weithin bekannten venezolanischen Netzwerk von Jugendorchestern (El Sistema), unter anderem bei Prof. Raimondas Butvila und der französischen Geigerin Virginie Robillard. Seitdem hat er viele Jahre in sympho­nischen und Kammerorchestern in Venezuela, Groβbritannien und Deutschland gespielt. Dabei hatte er oft leitende Positionen inne, so z. B. als Konzertmeister des Symphonischen Orchesters Sucre oder als stellvertretender Stimmführer der II. Violinen des Symphonieorchesters Venezuelas.

Während seiner Zeit in Venezuela hat er sein musikalisches Können auch in einer Reihe von Soloauftritten unter Beweis gestellt; unter anderem bei der hoch gelobten Interpretation des Violinkonzerts von Max Bruch beim Ersten Festival der Klassischen Musik in Santander, Kolumbien.

Um sich als Violinist und Künstler weiterzubilden, zog Juan Gonzalez Anfang 2003 nach London, um dort bei den namhaften Professoren Yossi Zivoni (Royal College of Music) und Remus Azoitei (Royal Academy of Music) Violinunterricht zu nehmen. Bald darauf wurde er in das angesehene Kammeror­chester Britten Sinfonia aufgenommen, welchem 2006 der Royal Philharmonic Award als bestes Ensemble Groβbritanniens verliehen wurde.

Im Jahre 2005 zog Juan mit seiner Familie nach Berlin. Es gelang ihm auch hier, sich erfolgreich als Orchestermusiker und Solist zu etablieren – er ist Mitglied des Deutschen Kammerorches­ters Berlin, hat einen Vertrag mit dem Konzerthausorches­ter Berlin und spielt regelmäβig u.a. bei der Kammer­Akademie Potsdam und dem Ensemble Resonanz.

Noch während seines Aufenthalts in Londen gründete er das Quartett ‚Bolivar Soloists’ zusammen mit seinen Kollegen und Freunden Efrain Oscher (Flöte), Rhodri Clarke (Piano) und Simon Wallfisch (Cello). Das Quartett tritt regelmäβig in Groβbritannien und Deutschland auf und hat (mit seinem neuen Mitglied Pablo Bercellini, Cello) Anfang dieses Jahres eine CD mit dem berühmten Tenor Rolando Villazón für die Deutsche Grammophon aufgenommen. Ende des Jahres folgt dazu eine Tour durch Europa und Lateinamerika.

Ein weiteres sehr wichtiges und erfolgreiches Projekt, mit welchem Juan sich in den letzten Jahren beschäftigt hat, ist die Präsentation und Promotion der Viola Profonda, des neuen Tenor-Streichinstruments, durch den Bolivianischen Kompo­nisten und Dirigenten Gerardo Yañez. Juan hatte die Ehre, die Viola Profonda in einem Präsentationskonzert im Kammermusik­saal der Berliner Philharmonie im Januar dieses Jahres vorzustel­len. Dieses sehr erfolgreiche Konzert wurde verschiedentlich in der Presse erwähnt und zeigte die groβe Neugier und Begeisterung des Publikums für dieses neue Instrument.